Zwischen Tür und Angel

Der Eingangsbereich ist einer der meistgenutzten, aber zugleich unterschätzten Bereiche des Wohnens. Hier entstehen erste Eindrücke, es wird empfangen und verabschiedet, ein Schwellenraum zwischen öffentlichem und privatem Leben. Historisch hatte dieser Übergang eine wichtige kulturelle Funktion: als Diele, Vestibül oder Windfang … Ankommen, Abschiednehmen und soziale Begegnungen wurden räumlich gefasst. Mit der funktionalistischen Architektur des 20. Jahrhunderts und dem Wohnungsbau der Nachkriegszeit wurde dieser Raum jedoch zunehmend reduziert. Der Eingangsbereich verwandelte sich vielerorts in eine reine Verkehrsfläche: Tür, Garderobe, kurzer Flur. Damit ging ein bedeutender räumlicher und sozialer Übergang verloren. Das Projekt Zwischen Tür und Angel widmet sich diesem oft übersehenen Ort. Zwanzig Gestalter*innen der Fachhochschule Potsdam entwickeln Objekte für den Moment des Ein- und Ausgehens. Die Arbeiten untersuchen, wie Gestaltung den Übergang zwischen draußen und drinnen beeinflussen kann, funktional, räumlich und emotional, und wie Design dazu beitragen kann, diesen alltäglichen Schwellenraum neu zu denken. Im Rahmen der Berlin Design Week 2026 werden die entstandenen Arbeiten erstmals präsentiert.
Designer*innen:
Janina Bartmann, Giuliana Becker, Elitsa Dimitrova, Lucia Ferrantini, Annika Fingerhut, Zoe Frercks, Yannick Heimburg, Louisa, Muriel Heuken, Emilia Klewin, Lucia Luber, Jan Lux, Leo Mertens, Leonora Morina, Florentine Moser, Alexander Münch, Laurids Nolting, Mathis Rubach, Sara Marie Was , Sophie Weitendorf, Ragnar Wilczek
