Scham
Diese Ausstellung zeigt die Ergebnisse aus einem Forschungsmodul zum Thema Scham.
Scham ist eine soziale und gleichzeitig individuelle Emotion. Sie ist ein sehr persönliches, intimes Thema, was gerade durch die Nicht-Kommunikation lebt. Zugleich ist Scham als 'universelles Gefühl' ein verbindendes Element, denn alle kennen Scham aus eigener Erfahrung. Die Beschämung wiederum - insbesondere durch soziale Normen - ist eine soziale Konstruktion, deren Ursachen und Formen sich immer wieder ändern. Zugleich gibt es wichtige Konstanten (die Dominanz des Körpers in der Scham, der soziale Ausschluss, etc.). In den letzten Jahren wurde zudem zunehmend diskutiert, inwiefern wir uns einerseits von der Scham befreien müssen, sie zugleich aber auch wieder notwendiger wird in diesen schamlosen Zeiten. Und können wir sie vielleicht konstruktiv nutzen, um erwünschte soziale Verhaltensweisen hervorzurufen bzw. sie als strategisches Element in der Kommunikation einsetzen (z.B. im Klimadiskurs)? Mit all diesen Fragen haben wir uns auseinandergesetzt. Auch haben wir diskutiert, wie Scham "die Seite wechseln“ (Gisèle Pelicot) kann, wie es vielfach diskutiert wurde in den letzten Monaten.
Herausgekommen sind sehr unterschiedliche Fokussierungen und mindestens ebenso verschiedene Herangehensweisen. Entsprechend vielfältig wird die Ausstellung sein, in der es visuelle und auditive, interaktive und andere Elemente geben wird.
Wir laden Sie herzlich ein, in den Diskurs zu Scham - und mit uns - durch den Besuch der Ausstellung einzusteigen.
Flyer Design: Flynn Paetz
Wann:
Donnerstag 15:00 – 20:00 Uhr
Freitag 15:00 – 21:00 Vernissage ab 18:00 Uhr
Samstag 12:00 bis 18:00 Uhr
Ort:
feldfünf im Metropolenhaus
Fromet-und-Moses-Mendelssohn-Platz 7–8
10969 Berlin