Symposium: Wenn nicht jetzt – wann dann? Weibliche Perspektiven inklusiver Stadtentwicklung WIA

19.6.21 | 12:00 19:00 | | Veranstaltung

***English version below***

 

Symposium: Wenn nicht jetzt – wann dann? Weibliche Perspektiven inklusiver Stadtentwicklung WIA
Am 19.06.2021, von 12 Uhr bis 19 Uhr in feldfünf und online

„Ich bin der Wandlung Wesen“- dies gilt nicht nur für die Stadt, die Gesellschaft und die architektonischen Parameter des Bauens, sondern auch für die Rolle und Bedeutung der Architekt*innen im beruflichen Kontext.
Würden unsere Städte anders aussehen, wenn junge Architekt*innen ganz selbstverständlich Teil einer diversen Planungskultur wären?

Die Akteur*innen hinterfragen, was der gebauten Umwelt aus einer feministischen Perspektive fehlt und wie sich ein Kulturwandel in der Planung auf Städte auswirken könnte. Welche Qualitäten sollten geschützt werden oder neu entstehen, damit die Großstadt lebenswert und lebendig bleibt oder wird? Wie könnten Szenarien und Strategien aussehen, in denen eine große Vielfalt an Bedürfnissen der Bewohner*innen dieser Stadt in zukünftigen Entwicklungen Berücksichtigung finden? Wie bekommt man dabei unterschiedlichste Akteur*innen zusammen, um eine Sprache für das Gemeinwohl zu entwickeln, die Investitionsinteressen, die öffentliche Verwaltung, und die Stadtakteur*innen für ein gemeinsames Gestaltungsziel in neuen Allianzen vereint?

Mit Gäst*innen werden die Herausforderungen für Städte in diesen Zeiten diskutiert, prototypische Lösungen für die Reaktivierung von Bestandsarchitekturen besprochen – und thematisiert, welche Art von Prozessen für das Neudenken der Städte und Quartiere von Bedarf sein wird. Der Akt des Zuhörens als politische Praxis ermöglicht den Einblick in eine Vielfalt von Perspektiven, anhand derer Normen und Standards in der Architektur untersucht werden.

Mit dem Ziel, die Gesellschaft und Beteiligte der Baubranche auf die Relevanz unserer Planungen hinsichtlich der Klima- und Biodiversitätskrise, aufmerksam zu machen, hinterfragen die Akteur*innen aktuelle Dienstleistungsbilder, das Arbeiten mit veralteten Standards und strukturellen Benachteiligungen der Geschlechter und hoffen so, nicht nur Impulse zu setzen, die im Anschluss weiterwirken können, sondern gezielt Planer*innen zu vernetzen, die sich gegenseitig bestärken und gemeinsam neue Lösungen finden können.

Programm

12 Uhr
Begrüßung/ Einführung

12.30 – 13.15
Buchvorstellung „Schwarzer Rolli, Hornbrille“
Karin Hartmann (jovis verlag)
Vortrag

13.30 – 14.30
„Questioning norms and standards“
Océane Réveillac (fem_arc collective)
Vortrag

14:45 – 15:45
„Make Shift gGmbH als Prozessgestalter für urbane Zukunft“
Franscesca Ferguson
Vortrag

16.45 – 17.45
„Urbane Resilienz, Gedanken zu einer lebenswerten und lebendigen Stadt“
Inka Drohn
Vortrag

18.00 – 19.00
„Wie wir die Baubranche nachhaltig verändern können“
Lisa Graf, Lena Maria Schöne (architects for future)
Vortrag

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Akteurinnen:
n-ails e.V. & Gäste

 

***English version*

 

Symposium: If not now - when? Female perspectives of inclusive urban development WIA
On 19 June, 2021, from 12 pm to 7 pm in feldfünf and online

"I am the essence of change"- this is not only true for the city, society and the architectural parameters of building, but also for the role and meaning of female architects in the professional context.
Would our cities look different if young architects were naturally part of a diverse planning culture?

The actors question what is missing from the built environment from a feminist perspective and how a cultural change in planning could affect cities. What qualities should be protected or newly created so that the big city remains or becomes livable and vibrant? What could scenarios and strategies look like in which a wide variety of needs of the inhabitants of this city are taken into account in future developments? How do we get the most diverse actors together to develop a language for the common good that unites investment interests, public administration, and city actors in new alliances for a common design goal?

Guests will discuss the challenges for cities in these times, prototypical solutions for reactivating existing architecture - and what kind of processes will be needed to rethink cities and neighborhoods. The act of listening as a political practice provides insight into a variety of perspectives through which norms and standards in architecture are examined.

With the aim of making society and stakeholders in the building industry aware of the relevance of our planning with regard to the climate and biodiversity crisis, the actors question current images of service, working with outdated standards and structural gender discrimination, hoping not only to create impulses that can subsequently have an impact, but also to specifically network planners who can mutually reinforce each other and find new solutions together.

Program

10 am - 10 pm
I am the creature of change
Katharina Seckler, Nicola Schick
interactive exhibition in the Dreispitzpassage

12 pm
Welcome/ Introduction

12.30 pm - 1.15 pm
Book presentation "Schwarzer Rolli, Hornbrille" (Black wheelchair, horn-rimmed glasses)
Karin Hartmann (jovis verlag)
Lecture

1.30 pm  - 2.30 pm
"Questioning norms and standards"
Océane Réveillac (fem_arc collective)
Lecture

2:45 pm - 3:45 pm
"Make Shift gGmbH as a process designer for urban futures".
Franscesca Ferguson
Lecture

4.45 pm - 5.45 pm
"Urban resilience, thoughts on a livable and vibrant city"
Inka Drohn
Lecture

6 pm - 7 pm
"How we can change the building industry in a sustainable way"
Lisa Graf, Lena Maria Schöne (architects for future)
Lecture

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